Don’t Call Me White

[Disclaimer: I made this, weil Leute™ keine paarhundert Seiten Texte lesen, und das wichtig ist. Please don’t sue me.]

tl;dr [Critical] Whiteness in a Nutshell; ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Dieser Text versucht sich an einem kurzen, großteils copy-gepasteten Abriss darüber, warum politischer Antirassismus von Weißen ohne Berücksichtigung der Kategorie Whiteness nicht funktionieren kann.

Ich zitiere mich dazu u.a. durch die Diplomarbeit „weiße Flecken in der antirassistischen Bildungsarbeit?“ (2011) von Susanne Dieckmann, die ich wärmstens zum komplett Lesen empfehle, da man dort sehr schön die Analysekategorie Weißsein bei der Arbeit beobachten kann [PDF]. Dieckmann hat rassismuskritische Bildungsmaterialien entlang postkolonialer und weißseinskritischer Fragestellungen auf Formen weißer Dominanz untersucht und diese sichtbar gemacht. Sie wollte die Normalität von Rassismus aufzeigen und verdeutlichen, dass Rassismus kein Randphänomen, sondern konstitutives Element für die (nicht nur) österreichische Mehrheitsgesellschaft ist.

Weißsein wird von den meisten Weißen nicht als Privileg wahrgenommen. Man hat es sich ja nicht ausgesucht. Nicht von Rassismus betroffen zu sein sei doch wohl das Mindeste. Und jetzt möchte man bitte in Ruhe gelassen werden, man wäre ja kein Rassist. Und überhaupt: Selber. Hautfarbe sieht man ja gar nicht. Das wäre ja rassistisch. Und wenn einem inhaltlich nichts einfällt: Ist kritisches Weißsein dogmatisch. Dafür werden immer wieder dieselben drei Beispiele herumgereicht und so getan als könnten die stellvertretend für ein ganzes Konzept stehen. Man würde ja gern, aber so ja nun nicht. Zur Not eignet man sich, wie bereits Konservative in den USA, Martin Luther King Jr. an, der von einer Zukunft träumte, in der Menschen nicht (mehr) nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt würden. Und macht daraus eine Gegenwart, in der man Rassismus bis auf einige extreme Auswüchse einfach ignoriert.

Rassismusbegriff

Der Begriff Rassismus

ist verpönt, weil mit ihm der Nationalsozialismus assoziiert wird. Das Ineinssetzen von Rassismus mit diesen Verbrechen läßt alle anderen Formen rassistischer Diskriminierung und Ausgrenzung verblassen. […] Angesichts von Auschwitz wird der heutige Rassismus zur harmlosen ‚Ausländerfeindlichkeit‘. Und hinter Auschwitz verschwindet auch der deutsche Kolonialismus, weil er ja wohl nicht ganz so schlimm gewesen sein kann. Im Zuge dieser Abwehr wird auch gleich die Existenz Schwarzer Deutscher in Deutschland verdrängt. (Rommelspacher 1995: 48f.)

‚Ausländer_innen‘ wie beispielsweise weiße Brit_innen oder Schwed_innen sind in Deutschland/Österreich allerdings selten von ‚Fremdenhass‘ oder ‚Ausländer_innenfeindlichkeit‘ betroffen. Für Schwarze Deutsche/Österreicher_innen, die möglicherweise seit Jahrzehnten die jeweilige Staatsbürger_innenschaft besitzen, gehören rassistische Übergriffe jedoch zum Alltag. (vgl. Kilomba 2008; Oguntoye/Opitz/Schultz 1986; Sow 2008)

[Susanne Dieckmann, weiße Flecken in der antirassistischen Bildungsarbeit?“, 2011]

Nochmal genauer erklärt das Birgit Rommelspacher in „Was ist eigentlich Rassismus?“:

Für das Meiden des Rassismusbegriffs gibt es viele Gründe. Einer davon ist sicherlich der, dass er in Deutschland in einem engen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus steht. Er ist mit den grausamsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit verknüpft und scheint deshalb für die Beschreibung von Alltagsphänomenen ungeeignet. […] Zum anderen spielt es sicherlich auch eine Rolle, dass der Kolonialismus, in dessen Kontext der Rassismusbegriff ebenfalls zentral ist, in Deutschland als ein weniger gravierendes Phänomen betrachtet wird und in seiner Bedeutung gewissermaßen hinter dem Nationalsozialismus zu verschwinden scheint. Dementsprechend wurde in Deutschland auch die weltweit geführte Entkolonisierungsdebatte bisher kaum zur Kenntnis genommen. [Birgit Rommelspacher: Was ist eigentlich Rassismus? (PDF)]

Die weiße Mehrheitsgesellschaft meidet aber nicht nur den Begriff Rassismus, sie weist auch den Vorwurf, Rassismus zu reproduzieren, von sich.

Die Tatsache, dass nur wenige Menschen sich selbst als rassistisch bezeichnen und die meisten sich vielmehr als offen und tolerant verstehen, erklärt zu einem Gutteil die großen Widerstände gegen die Thematisierung von Rassismus. Denn ebenso wie der Rassismusbegriff in der gesellschaftlichen Diskursen auf den Widerspruch zwischen einem aufgeklärten demokratischen Gemeinwesen und der Realität rassistischer Hierarchien und Ausgrenzung verweist, so verweist er bei den einzelnen Menschen auf Ambivalenzen zwischen Egalitätsvorstellungen und Hierarchieinteressen. Der Rassismus widerspricht dem positiven Selbstbild des Einzelnen wie der gesamten Gesellschaft und muss deshalb in seiner Bedeutung heruntergespielt, wenn nicht gar ganz geleugnet werden. [Birgit Rommelspacher: Was ist eigentlich Rassismus? (PDF)]

Aber Dominanzkultur [re]produziert sich nicht von selbst, sie wird gemacht.

Dominanzkulturelle Mechanismen laufen für Mehrheitsangehörige wenig wahrnehmbar ab, da sie sich nicht in erster Linie über Ge- und Verbote bzw. rassistische Gewalt ausdrücken, sondern ihr eigentliches Medium der Diskriminierung die Normativität ist. [Dieckmann 2011, S. 116]

Weißseinskritische Ansätze versuchen nun, aufzuzeigen, wie Weißsein als Norm gesetzt wird und damit Weißsein sichtbar und (an)greifbar zu machen.

Wirkungsmechanismen von Weißsein

# Die eigene Position

Rassismus ist ein Unterdrückungsverhältnis, das Gesellschaft strukturiert. Das heißt, dass alle in rassifizierte Strukturen verstrickt sind und dass Rassismus Normalität ist. Weiße profitieren auch ohne es zu wollen von Rassismus. Und auch Betroffene internalisieren Rassismus (wie andere Formen von Diskriminierung) und können Rassismus (Klassismus, Sexismus, Ableism …) reproduzieren, ohne selbst zu profitieren. Rassismus ist kein Randphänomen und wird nicht nur von einzelnen reproduziert. Rassismus ausschließlich als Einstellungsproblem zu sehen und bei Rechten und Extremisten zu verorten, bei „Verlierern“ oder Leuten, denen man sich intellektuell überlegen fühlt, verkennt Ausmaß und Funktionsweise. Innerhalb rassifizierter Strukturen ist niemand neutral. Die eigene Situiertheit spielt immer eine Rolle und erfordert von Weißen ständige Selbstreflexion (siehe Spivak). Es nützt nichts, sich am „rechten Rand“ abzuarbeiten, wenn man es ablehnt, sich mit dessen Grundlagen überhaupt zu beschäftigen.

# Universalisierung des weißen Standpunktes

Weißsein bedeutet für Weiße, Mensch zu sein. Weiße sehen sich im rassistischen Gefüge als neutral. Sie tendieren dazu, ihren Standpunkt zu verallgemeinern. Weiße Philosoph*n erheben Universalitätsanspruch auf Aussagen, die nur für Weiße passen. Weißsein ist normativ und unmarkiert. Weißsein bleibt unbenannt, Nicht-Weiße werden als „anders“ markiert. Die Perspektiven von schwarzen Menschen und anderen People of Color werden als partikular gekennzeichnet, als Abweichung von der Norm. Mit Mann, Frau, Mensch sind gewöhnlich Weiße gemeint, und wenn es um Deutsche geht, stellt man sich fast automatisch weiße Deutsche vor. „Race is something that others possess. Whites are just normal.“ (Jones 2004: 66, via Dieckmann, S. 51)

# Strukturelle Unsichtbarkeit von Weißsein

Weißsein erscheint für die meisten Angehörigen der weißen Mehrheitsgesellschaft unbedeutend. Ihnen fallen bei Selbstbeschreibungen alle möglichen Kategorien zu sich ein (Alter, Geschlecht, Beruf…), aber selten, dass sie weiß sind. Darauf hingewiesen, erklären Weiße häufig, Weißsein habe keinen Einfluss auf ihr Leben und sie nähmen auch Schwarze nicht als Schwarze wahr (vgl. Arndt 2009b: 346). Rassialisierende Zuschreibungen an Schwarze Menschen und anderen People of Color machen sie dennoch. Weiße nehmen weiße Privilegien meist nicht als Privilegien wahr. Sie leben mit weißen Normen, Werten, Denkstrukturen, Beziehungsformen, … die sie nicht als weiß identifizieren. Durch Verschleiern und Unsichtbarmachen von Weißsein und damit der hegemonialen Machtstrukturen wird Weißsein Reflexion und Kritik entzogen (vgl. Pech 2006: 71, via Dieckmann). Während weiße Menschen weiße Privilegien negieren, haben rassismusbetroffene Menschen „ein schmerzhaft klares Bild von Weißer Vorherrschaft“ (Pech 2006: 72, via Dieckmann). Bereits die Fähigkeit, „sich selbst bloß als Individuum zu betrachten und darüber hinwegzusehen, wie die bloße Mitgliedschaft in einer Weißen Gruppe das Privileg der Individualität hervorbringt“, erklärt Patricia Hill Collins als Zeichen weißer Privilegiertheit (Hill Collins zitiert nach Pech 2006: 72f., via Dieckmann).

# Diskursive Vermeidung von Weißsein

Weißsein wird auch durch Dethematisierung als universal und neutral gesetzt. Erst die Abweichung wird erwähnt, um sie als „anders“ und partikular zu markieren. Weißsein wird als „normal“ und nicht als rassifizierte Kategorie wahrgenommen. Rassialisierende Zuschreibungen erfolgen nur an die „Anderen“. Bei „Deutschen“ denken die Leute meist automatisch, dass diese weiß sind. Schwarze Menschen und andere People of Color sind selbst dann von „Ausländer-“ oder „Fremdenfeindlichkeit“ betroffen, wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Und wenn jemand nicht weiß ist, wird das in Medienberichten auch erwähnt, wenn es überhaupt nicht von Interesse ist. Weißsein wird nicht thematisiert, teils explizit, um nicht an rassistische Ideologien, für die Weißsein Überlegenheit und Höherwertigkeit bedeutet, anschlussfähig zu sein. Man behauptet dann, Hautfarbe spiele keine Rolle („Color-Blindness“ [Wikipedia (en) | Psychology Today (en)]) und ignoriert die rassialisierte Differenz. Diese Herangehensweise an Weißsein als „normal“ und an rassialisierte Differenz als eigentlich unbedeutend erschwert die Auseinandersetzung mit Rassismus. Weißsein muss sichtbar gemacht werden, um es überhaupt (an)greifbar zu machen.

# Hierarchisierung von Weißsein

Um die Auseinandersetzung mit Rassismus als allgegenwärtigem Phänomen und mit der eigenen Beteiligung an weißer Vorherrschaft zu vermeiden, unterscheidet die Mehrheitsgesellschaft zwischen „guten Weißen“ und „schlechten Weißen“ (Farr 2009) und reduziert Rassismus auf Nazis und andere „Rechte“. Susan Arndt bezeichnet dieses Phänomen als Weißseinshierarchisierung. Arnold Farr hat mit dem Begriff des „rassifizierten Bewusstseins“ versucht deutlich zu machen, dass Rassismus nicht nur von „schlechten Weißen“ reproduziert wird, sondern von allen, auch unbewusst und ohne böse Absicht, aber dennoch mit den gleichen Effekten wie „offener“ Rassismus. Indem man die eigene Involviertheit und Kompliz*innenschaft mit hegemonialen Machtstrukturen negiert, wird die Überwindung der Rassismus zugrunde liegenden Strukturen unmöglich gemacht. Es wird so nicht Rassismus bekämpft, sondern nur bestimmte Auswüchse. Ein Antirassismus, der sich auf „Nazis“ und „Arschlöcher“ als rassistisch Handelnde beschränkt, ist nicht in der Lage, Rassismus die Grundlagen zu entziehen. Für das eigene gute Gefühl, besser als „die Nazis“ zu sein, verhindern auch Antirassist*innen – teils mit guten Absichten – effektiven Antirassismus.

# Relativierung von Weißsein

Relativierung von Weißsein bedeutet, dass Weiße versuchen, ihr Privileg, nicht von Rassismus betroffen zu sein, mit gefühlter oder tatsächlicher Benachteiligung in anderen Strukturen aufzurechen. Als wäre eine schwarze Person weniger von Rasssimus betroffen, wenn es eine mehrheitsdeutsche weiße Person ökonomisch schwer hat oder schon mal auf einer antirassistischen Demo von Nazis verprügelt wurde. Auch hier stehen Weiße wieder der Überwindung anderer Leute Unterdrückung im Weg, teilweise aus einem linken/emanzipatorischen Antrieb heraus. Gegen die Unterdrückung anderer hilft es aber natürlich nicht, sich über die eigene Unterdrückung auf einer anderen Unterdrückungsachse zu beschweren. Ein armer weißer Mann ist nicht weniger weiß als ein reicher.

# ‚Blindheit‘ gegenüber / Verleugnung weißer Privilegierung

Angehörige der weißen Mehrheitsgesellschaft nehmen ihre Privilegierung im rassistischen Gefüge nicht als Privilegierung wahr. Da Weißsein „normal“ ist, werden die damit verbundenen Privilegien als Selbstverständlichkeiten und nicht als Vorteile gegenüber anderen wahrgenommen. Die weiße Mehrheitsgesellschaft ignoriert und bestreitet das rassistische Ungleichheitsheitsverhältnis und mit ihm die mit Weißsein verbundenen gesellschaflichen Machthierarchien, sozialen Positionen, und Privilegien, weil das alles ihren Egalitätsvorstellungen widerspricht. Dieckmann zitiert zu dieser „weiße[n] Verweigerungshaltung gegenüber rassialisierter Differenz“ bell hooks mit der Figur des „emotional investment in the myth of sameness“: Man macht Diskriminierung zu bloßer Differenz, blendet die Unterdrückung aus, und hält an einem Gleichheits-Mythos fest indem man so tut, als gäbe es keinen Rassismus mehr. Dies, so hooks, um Assimilation und Vergessen zu fördern und die rassistische Wirklichkeit zu übertünchen (hooks 1994: 212, via Dieckmann). Eine effektive Auseinandersetzung mit Rassismus wird so unmöglich. Und diese Verweigerung ist ziemlich durchsichtig: Eine offensichtliche Differenz übersehen, wenn sie „zufällig“ mit rassistischer Bedeutung aufgeladen ist, wäre ziemlich absurd.

Der koloniale Blick

Der koloniale Blick beschreibt, so Dieckmann, eine bestimmte „Sichtweise von sich und dem Rest der Welt, der Selbstüberhöhung innewohnt“ [Henning Melber zitiert nach Haag: 21; via Dieckmann, S. 60]. Wichtiger Bestandteil des kolonialen Blicks ist Eurozentrismus. Dieckman überschreibt ein Kapitel über Europa dann auch treffend „Gleichheit nur für Gleiche“. Wie der koloniale Blick funktioniert, hatte ich schon in Text über Diskriminierung und Solidarität beschrieben. Weiße Europäer vermitteln vertraute Dichotomien von zivilisierten Weißen und wilden, naturverbundenen Anderen. Die Einbindung dieser Anderen in weiße Kontexte erfolgt dann auch meist über deren Exotisierung und Abgrenzung von westlicher Kultur: Über Musik-, Tanz- und Kochevents. Das verstärkt Rassismus statt ihm entgegenzuwirken. Weiße Europäer stellen vermeintliches Anderssein besonders heraus und reproduzieren so die Dominanz der weißen Mehrheitsgesellschaft.

Rassismus ist Normalität

Rassismus ist für Betroffene allgegenwärtige Normalität. Für Rassisten halten sich aber die wenigsten. Rassismus ist mehr als rassifizierte Einstellungen. Rassismus existiert gleichzeitig als strukturelle und institutionelle Diskriminierung. Und alle Formen von Rassismus dienen dazu, der weißen Mehrheitsgesellschaft ihre politische, ökonomische und kulturelle Vormachtstellung zu sicherm. Sei das durch subtile Ausschlüsse oder Ungleichbehandlungen von der Bildung bis zum Arbeitsmarkt und überall sonst, durch offene rassistische Äußerungen oder durch unhinterfragt lassen eigener rassistischer Stereotype über Menschen aus vermeintlich weniger „zivilisierten“ oder „aufgeklärten“ Ländern.

Der Europarat hat vor kurzem erst angemahnt, dass sich Deutschland in Bezug auf Rassismus zu sehr auf Rechtsextremismus fokussiert [Die Zeit: Europarat bescheinigt Deutschland ein Rassismus-Problem]. Europa ruckt nach rechts. Und bis ganz weit in die „Linke“ hinein wird man beschimpft, wenn man erklärt, dass Rassismus eine Gesellschaft strukturierende Diskriminierungsform ist, die Weiße als Kollektiv privilegiert. Weil auch weiße Linke, lieber einfach zu den Guten™ gehören wollen als sich selbst als Handlungsträger im rassistischen Gefüge wahrzunehmen.

Die Mehrheitsgesellschaft problematisiert ungern die eigene Beteiligung an Rassismus, die strukturelle Verankerung von Rassismus in der Gesellschaft, und wie sie selbst von Rassismus profitiert.

Fazit

Keins. Macht was draus.

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Links:
Arnold Farr: Racialized Consciousness, Symbolic Representionalism, and the Prophetic/Critical Voice of the Black Intellectual
Susanne Dieckmann: weiße Flecken in der antirassistischen Bildungsarbeit? (PDF)
Birgit Rommelspacher: Was ist eigentlich Rassismus?

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Danke an Sokalist*n für das Lektorat.

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